+++ Die Verbindung zwischen Rojava und den Freien Bergen Kurdistans +++

+++ Zeit für Aktionen ÜBERALL +++

 
 

Mit den großangelegten Bombardements, die in der Nacht auf den 15. Juni, das Sengal Gebirge, weite Teile der Medya Verteidigungsgebiete sowie das Flüchtlingslager Maxmur trafen, beginnt eine neue Etappe des Vernichtungskrieges den das faschistische Regime in Ankara gegen die Völker der Region und die revolutionären Kräfte des Mittleren Ostens entfesselt hat.

Am 17. Juni rückten türkische Besatzungstruppen in die Gebiete der südkurdischen Region Haftanin im Nordirak vor und begannen mit einer umfassenden Bodeninvasion. Unter dem Einsatz der fortgeschrittensten Kriegstechnologie und ständiger Luftunterstützung versuchen sich zur Stunde tausende von türkischen Besatzungssoldaten ihren Weg in die freien Berge Südkurdistans zu bahnen. Unter permanentem Bombardement und trommelndem Artilleriefeuer, leisten die Guerillakräfte der HPG und YJA-Star einen heldenhaften und erbitterten Widerstand und lassen nicht zu, dass der Feind in die befreiten Gebiete vordringen kann.

Das Ziel des türkischen Kolonialfaschismus ist es, in das Herz der Freiheitsbewegung, in das Gehirn der Revolution Kurdistans und des Mittleren Ostens, in die freien Berge, vorzurücken und weite Teile Südkurdistans permament unter seine Kontrolle zu bringen. Die Invasion in Südkurdistan ist keine kleine, zeitweilige Operation; sie ist Teil eines breit angelegten Vernichtungskonzeptes und wird sich nicht auf ein paar Gebiete an der Grenze beschränken.

Erst vor wenigen Stunden ließ der Außenminister des faschistischen Regimes verlautbaren, dass die Region Silemani im südlichen Teil der Autonomieregion weitgehend unter Kontrolle von Terroristen sei und man die Operation bis zur Säuberung aller Gebiete fortsetzen werde. Offen kündigt das AKP-MHP Regime damit die Besatzung Südkurdistans und weiter Teile des Iraks an, und offenbart damit, ihre eigentlichen Absichten. In Ankara macht man keinen Hehl daraus, dass das Ziel ihrer Expansionspolitik die mittelfristige Besatzung aller Gebiete von Aleppo in Syrien bis hin zu Mossul und Kerkuk im Irak ist. Langfristig geht es um nichts geringeres, als die Wiederauferstehung des Osmanischen Reiches. Egal ob in Idlib, Libyen, Rojava oder dem Nordirak, das wahre Gesicht der türkischen Besatzungpolitik ist klar erkennbar.

Die Invasion in Südkurdistan kommt bei Betrachtung der politischen Lage nicht unerwartet. Schon lange zeichneten sich die Vorbereitungen des Regimes und seiner Verbündeten klar und deutlich ab. Schon im Jahr 2018 und 2019 wurden Sengal, Mexmur und die Medya Verteidigungsgebiete, die Zivilbevölkerung und die Widerstandskämpfer zum Ziel türkischer Luftangriffe.

Seit den 80er Jahren unternahm der türkische Faschismus dutzende Versuche in die Gebiete Südkurdistans vorzudringen, um den Guerillakräften der Freiheitsbewegung den Rückzugsraum zu rauben und den Widerstand in der Türkei und Nordkurdistan zum Verstummen zu bringen. Mit entschlossenem und erfolgreichem Widerstand gelang es den revolutionären Kräften, die türkischen Eindringlinge stets zurückzuschlagen und ihnen eine ihnen gebührende Lektion zu erteilen.

Mit Unterstützung ihrer lokalen Kollaborateure und der Rückendeckung des Imperialismus, allen vorran der Vereinigten Staaten von Amerika und der Internationalen Koalition, versuchen sie sich nun erneut daran, das Zentrum und Hauptquartier der Freiheitsbewegung unter ihre Kontrolle zu bringen.

Für die globale Widerstandsbewegung ist es von äußerster Wichtigkeit, die Bedeutung dieses Angriffes und die Bedrohung, die er für den revolutionären Prozess in der Region darstellt, richtig zu verstehen. Auch wenn anders als bei der jüngsten Besatzungsoffensive gegen die befreiten Gebiete Nordostsyriens, keine Liveticker über die Frontverläufe berichten und die offiziellen Medien des Systems wohl nur sehr spärlich über die Entwicklungen berichten, muss jeder verstehen, dass wir hier genauso von Krieg, von Besatzung, von Massaker und Vertreibung sprechen. Genau wie in den Schützengräben Nordostsyriens, sind es genauso in Haftanin, in Xakurke, in Bradost, mutige revolutionäre Frauen* und Männer, unsere Genoss*innen, unsere Freund*innen die sich in den Stellungen des Widerstandes in den Bergen Kurdistans, den Besatzern entgegenstellen. Auch wenn die Regionen sich unterscheiden mögen, der Feind ist derselbe, sein Ziel ist dasselbe: die Niederschlagung der Freiheitsbewegung, die Vernichtung des kurdischen Volkes und die Besatzung einer gesamten Region.

So wie im vergangenen Jahr ist der Angriff in Südkurdistans nichts weiteres als das Vorspiel für einen weiteren Besatzungsangriff gegen die Revolution in Nordostsyrien. Das faschistische Regime in Ankara und ihre Hintermänner, allen vorran die USA und die NATO haben gemeinsam die Entscheidung getroffen: Entweder werden sie die Freiheitsbewegung zur Kapitulation zwingen oder militärisch auslöschen. Doch die Freiheitsbewegung selbst hat ihre Entscheidung dabei schon vor langer Zeit getroffen: Widerstand bis zum Sieg.

Deshalb rufen wir alle Genossen dazu auf, nicht länger zu verharren, nicht länger abzuwarten, sondern entschlossen und mutig zur Tat zu schreiten. Alle Diskussionen darüber, ob und wann denn nun der nächste Angriff gegen Rojava beginnen wird oder nicht, sind in Anbetracht der Situation nichts weiter als leeres Gerede und eine Verschwendung der Zeit. Der Krieg hat schon lange Zeit begonnen, der Krieg tobt mit aller Härte und sollte der türkische Faschismus nicht gebrochen werden, so wird auch die nächste Offensive gegen Rojava nicht lange auf sich warten lassen. Wir müssen endlich die Verteidigungsposition verlassen und in die Offensive gehen. Solange wir abwarten und uns danach ausrichten, wann und wo der Feind zum Angriff übergeht, lassen wir uns eine Position als passives Objekt im politischen Prozess aufzwingen.

Der Krieg in Südkurdistan, in Nordkurdistan, in Rojava, die politischen Vernichtungsoperationen gegen die demokratische Opposition im Inland der Türkei, die andauernde Isolation gegen Abdullah Öcalan und die Situation der Gefangenen, alles ist Teil ein und des selben Konzeptes. Eines Konzeptes desses Architekt nicht der türkische Faschismus allein ist, sondern vielmehr alle Kräfte der kapitalistischen Moderne ihren Teil dazu beitragen. Die NATO ist in alledem die direkte Komplizin des türkischen Faschismus und dementsprechend gilt es den Widerstand und den Protest auch auf die Straßen der Metropolen zu tragen.

Solange das Vernichtungskonzept des türkischen Faschismus nicht zerschlagen wird, wird der Krieg weitergehen und die Bedrohung gegen die Errungenschaften der Revolution weiter andauern. Die Akteure mögen verschieden sein, doch das gemeinsame Ziel der Errichtung eines freien und demokratischen Mittleren Ostens eint die revolutionäre Front. Deshalb heißt Rojava zu verteidigen, heute die Spaltung im Kopf zu überwinden und den revolutionären Prozess in der Region, als ein Ganzes zu betrachten.

Rojava zu verteidigen, heißt deshalb genauso, gegen die Besatzung und die Massaker in Südkurdistan aufzustehen und in einer Front, mit den allen Kräften des Widestandes, mit der Guerilla und dem Volk Südkurdistans, gegen die Besatzung Widerstand zu leisten.

Ob in den Ebenen Nordostsyriens oder in den Bergen Kurdistans, es gilt den heldenhaften Kampf gegen den türkischen Faschismus mit allen nötigen Mitteln zu unterstützen. Gemeinsam wird es uns gelingen, den Faschismus und seine Handlanger in die Schranken zu weisen und die Revolution zum Erfolg zu führen.

 

Sieg dem Revolutionären Volkskrieg in Kurdistan!

Tod dem Faschismus!