An alle Freunde des kurdischen Befreiungskampfes, an alle AntifaschistInnen, SozialistInnen, FeministInnen, AnarchistInnen, KommunistInnen, die Freunde aus der Ökoligie-Bewegung und an alle für ein besseres Leben und eine bessere Welt kämpfenden Menschen. An die Medien und die Öffentlichkeit:
Seit dem 14. April hat die Türkei erneut ihre grenzüberschreitenden Angriffe gegen die befreiten Gebiete der Medya-Verteidigungsgebiete in Südkurdistan (Nordirak) verstärkt und damit den Beginn einer neuen Offensive eingeleitet . Am 17. April kündigte das Erdoğan-AKP-Regime die neue Offensive mit dem Namen “Klauenschloss” an. Türkische Bodentruppen und Spezialeinheiten versuchen seither wieder mit aller Gewalt in die Regionen Zap, Avaşîn und Metîna einzudringen. Mit massiver Luftunterstützung, d.h. Luftüberwachung, Bombenangriffen, Kampfjets, bewaffneten Drohnen, Kampfhubschraubern und schwerem Artilleriebeschuss versuchen die türkischen Truppen, in die Region einzudringen, indem sie entweder von Hubschraubern abgesetzt werden oder von Militärposten an der Grenze und aus den von der KDP kontrollierten Gebieten vorzudringen, der KDP, die offen mit den türkischen Invasoren und Besatzern kollaboriert. Nach den Nachrichten und Erklärungen der Volksverteidigungskräfte (HPG) kam es in den letzten Tagen zu schweren Kämpfen vor allem in den Regionen Zap und Avaşîn stattgefunden und die Kämpfe dauern an. Gleichzeitig haben die Angriffe auf die Frontlinien von Til Temir, Ayn Îsa und Zirgan in Rojava zugenommen, ISIS hat den Beginn einer neuen Offensive angekündigt und die irakische Armee hat mehrere YBŞ-Kontrollpunkte in der Region Şengal angegriffen.

Diese neue Operation des türkischen faschistischen Staates und seiner Kollaborateure gegen die kurdische Freiheitsbewegung muss in einem breiteren Konzept und als Fortsetzung des Krieges der letzten Jahre in der gesamten Region verstanden werden. Er ist nicht losgelöst vom Kampf in Rojava, sondern eng mit ihm verbunden. Dieser Krieg gegen den Freiheitskampf wird auch direkt von der NATO und den USA gebilligt und unterstützt und es ist offensichtlich, dass sie so lange Ergebnisse erzielen wollen, wie die Welt nicht zuhört und nur auf die Ukraine schaut. Letztes Jahr setzte die türkische Armee exzessiv chemische Waffen gegen die Guerilla ein, und wir müssen davon ausgehen, dass sie den wieder chemische Waffen in den Medya-Verteidigungsgebieten gegen die Guerilla einsetzen wird.

Seit Anfang des Jahres laufen die Vorbereitungen der Türkei, den Widerstand “endgültig” zu beseitigen: Gemeinsam mit ISIS startete sie im Januar einen groß angelegten Versuch, tausende ISIS-Kämpfer aus den Gefängnissen in Hesekê zu befreien und so Rojava (Nordostsyrien) ins Chaos zu stürzen, was zu schweren Kämpfen in Süd-Hesekê für mehr als eine Woche führte. Gleichzeitig ist die Türkei dabei ihre Angriffe mit bewaffneten Drohnen auf Şengal und Rojava zu intensivieren, sie verstärkten ihre

Zusammenarbeit mit der KDP und teilweise der irakischen Regierung, um eine Grenzmauer zwischen Şengal und Rojava zu errichten, um die umkämpften Regionen einzukreisen und zu isolieren und ihre Verbindungen untereinander abzuschneiden

und sich direkt an den geplanten Operationen zu beteiligen. Ihr Ziel ist offensichtlich: Sie wollen jeden vernichten und liquidieren, der darauf besteht, einen freien Willen zu haben, und dazu zielen sie auf das Herz des Widerstandes, die Guerilla.

Um Şengal und das Êzidische Volk zu verteidigen, um Rojava und die Revolution zu verteidigen, um die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu verteidigen und den Faschismus zu zerschlagen, müssen wir jetzt Stellung beziehen! Wir rufen euch dazu auf, auf die Straße zu gehen auf die Straße zu gehen und dem türkischen Faschismus, seinen Institutionen und Unterstützern in eurer Region entgegenzutreten. Organisiert euch und werdet kreativ, um eure Solidarität mit dem antifaschistischen Widerstand in Kurdistan zu zeigen!

Auf! #SmashTurkishFascism und die internationale #AntiFascistFront aufbauen!

Kommt zusammen und #UniteInResistance!

#RiseUp4Rojava – Koordination, 20.04.2022